Soziales Lernen
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Was bedeutet "Mediation"?
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Lösen Außenstehende Streit von Kindern, durch z.B. das „Gebt euch die Hände“ oder „Entschuldigt euch“ scheint es zunächst als gäbe es Frieden. Der Konflikt bleibt jedoch ungelöst und langfristiger Frieden entsteht nicht.
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Die MediatorIn hilft als VermittlerIn den Konfliktparteien ihre eigene Lösung zu finden. Ohne die Schuldfrage zu stellen, schafft die Mediation eine Möglichkeit einen Konflikt auf Augenhöhe miteinander zu klären. So gehen weder Sieger noch Verlierer aus einem Streit heraus (s.Abb.1). Langfristiger Frieden entsteht. Die Mediation bietet den Streitparteien die Möglichkeit, beide Seiten des Streits herauszuarbeiten und die jeweiligen Streitanteile zu benennen. Zentral ist die Verinnerlichung des Konflikts:
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· auf der Kopfebene- d.h. verstehen, was der Konflikt für den jeweils Anderen bedeutet
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· und auf der Bauchebene- d.h. verstehen, wie sich der jeweils Andere im Konflikt gefühlt hat.
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Im Mittelpunkt steht dabei der Rollenwechsel. Denn wer „in den Schuhen des Anderen gestanden hat“ kann sich besser in den Anderen, in dessen Bedürfnisse und Gefühle hineinversetzen. Dadurch steigt die Bereitschaft eine gemeinsame Lösung für das Problem oder den Konflikt zu finden. Mit dieser Streitkultur lernen Kinder ihre Streitereien selbständig, verantwortungsvoll und gewaltfrei zu lösen. Die Streitschlichtung ist freiwillig.
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Verankerung der Konfliktlösung in der Schule
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Die Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in NRW beschreiben in verschiedenen Bereichen, wie z.B. Sachunterricht und Sprache, die Aufgabe der Konfliktlösung als integralen Bestandteil des Unterrichtes.
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Ø „Regeln des Zusammenlebens in der Schule aufstellen und beachten.
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Ø Konflikte erkennen und Konfliktlösungen erproben“.[2]
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Ø „Meinungen anderer akzeptieren und eigene Meinungen und Sichtweisen mit Argumenten vertreten,
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Ø Rituale bewusst einsetzen und weiterentwickeln (…)
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Ø Eigene Gefühle benennen, die anderer wahrnehmen und auf sie reagieren,
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Ø Rede- und Gesprächssituationen planen und reflektieren,
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Ø Regeln für das Sprechen und Zuhören situationsgerecht weiterentwickeln“.[3]
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Diese Punkte werden durch die Streitschlichtung nach BMM umgesetzt. Sie erlauben eine neue Streitkultur in der nicht die Schuldzuweisung (Schuld selbst benennen – ja, Schuld anderen zuweisen – nein) im Fokus steht. Respekt gegenüber dem Anderen kann entstehen, sowie Vertrauen in Menschen und in gerechte Strukturen.[4] Empathie, Partizipation und Eigenverantwortung werden gefördert und ein innerer Dialog kann entstehen, der die eigene Rolle im Konflikt reflektiert und damit die Versöhnung einleitet.[5]
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[1] Walker, Jamie (1995): Gewaltfreier Umgang mit Konflikten in der Grundschule. S. 22
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[2] Richtlinen und Lehrpläne für die Grundschule in NRW, Sachunterricht, S. 62
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[3] Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in NRW, Sprache, S. 34/35
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[4] Braun, Günther et al (2009): Kinder lösen Konflikte selbst! Mediation in der Grundschule. Vgl. S. 18ff
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[5] Braun, Günther et al (2009): Kinder lösen Konflikte selbst! Mediation in der Grundschule. Vgl. S. 25ff