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🏆 Ziele der Berufswahlorientierung
  • Bildungsziele sind heute auf die Entwicklung und den Aufbau von Kompetenzen ausgerichtet, d.h. es geht nicht vorrangig um die Anhäufung von Wissen, sondern um die Anwendung des Wissens, die Bereitschaft und die Fähigkeit, dieses einzusetzen, um (neue) Herausforderungen zu bewältigen. Der Aufbau von Kompetenzen ist ein Entwicklungsprozess, der durch Verknüpfung von Erfahrungen, Umwelteinflüssen, Lernumgebungen und pädagogischen Maßnahmen erfolgt. Jugendliche brauchen Berufswahlkompetenz, um eine fundierte Entscheidung am Ende ihrer Schulzeit treffen und um eine Berufsbiografie ohne Brüche gestalten zu können. Berufswahlkompetenz muss deshalb als das oberste Ziel der Berufs-/Studienorientierung formuliert werden. Sie umfasst verschiedene Kompetenzbereiche, die aufgebaut werden müssen, wenn der Prozess der Berufsorientierung zum Erfolg, d.h. zu einer wohlbegründeten, individuellen Entscheidung führen soll und die Ausbildungsfähigkeit erreicht wird.
    Diese Kompetenzen können drei Dimensionen zugeordnet werden:
  • 1. Wissen:
    Das bedeutet: Jugendliche brauchen Wissen über sich selbst sowie Sach- und Regelwissen, wobei es wichtig ist, dass Jugendlichen nicht nur Überblickswissen, sondern differenzierte Einblicke vermittelt werden. Mit diesem Wissen gilt es Planungs- und Entscheidungskompetenz aufzubauen.
  • 2. Motivation:
    Die Fähigkeit und die Bereitschaft zur Eigenaktivität erfordern Motivation und Selbstkompetenz und damit Zutrauen in die eigene Entscheidungsfähigkeit. Auf dieser Grundlage können Jugendliche Steuerungskompetenz sowie Schlüsselkompetenzen aufbauen.
  • 3. Handlung
    In der dritten Dimension geht es um das Handeln der Jugendlichen. Hier sind neben der Entscheidungs- und Steuerungskompetenz auch Kompetenzen in dem Bereich des Problemlösens, der Belastbarkeit und der Zielverfolgung gefordert. Ziel der Berufs- und Studienorientierung ist der Aufbau dieser Kompetenzen.
  • Die berufliche Lebenswirklichkeit ist nachweislich schnelllebiger, dynamischer und mehrdimensionaler geworden. Eine Berufsentscheidung mit anschließendem jahrzehntelangem Verbleib in der gewählten Berufsbranche sind eher untypisch und selten geworden. Die ständige Veränderung der Lebenswelt führt zwangsläufig zu variablen Berufsbiographien, die nicht immer mit Vorteilen verbunden sind.
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