Elternkontakte/-arbeit
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Die Eltern sind skeptisch bezüglich der Zuweisung eines Förderschwerpunkts.
  • Häufig kommt es vor, dass Eltern einen von Lehrkräften festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf skeptisch sehen. Dies kann auch einen kulturellen Hintergrund haben oder mit der Einwanderungssituation zu tun haben. In Kooperation mit dem Schulamt können wir als KI Sie hier bei Gesprächen unterstützen.
    • Viele neu Zugewanderte kommen erstmalig mit einem Schulsystem in Kontakt, welches auch Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen berücksichtigt. Förderschwerpunkte wie "Emotionale und soziale Entwicklung, "Sprache" und "Lernen" sind ihnen unbekannt. Es ist wichtig zu vermitteln, dass ein förmlich festgestellter Unterstützungsschwerpunkt für die betroffene Schülerin/den betroffenen Schüler keine Diskriminierung darstellt, sondern den Schulen auf der Grundlage eines sonderpädagogischen Gutachtens eine individuelle Förderung ermöglicht. Jeder förmlich festgestellte Unterstützungsschwerpunkt wird einmal jährlich von der Klassenkonferenz auf den Prüfstand gestellt.
    • Behinderung ist in vielen Herkunftsländern mit einem niedrigen Platz im sozialen Gefüge besetzt. Betroffene werden manchmal belächelt oder gar versteckt. Dementsprechend kann ein Förderschwerpunkt als Angriff auf die Eltern/die Familie gewertet werden, besonders in kollektivistisch orientierten Kulturen. Die "Abschulung" eines Kindes durch das Schulsystem der die Aufnahmegesellschaft kann aus o. g. Gründen als diskriminierend empfunden werden.