Konzept: Ausbildungskonzept der St. Nikolausschule: Praktikum, EOP, Praxissemester & Referendariat (Stand: August 2026)
St. Nikolaus-Schule Kath. Grundschule der Stadt Meschede mit Teilstandort in WennemenSchülerpraktikum9
Schülerpraktikum
-
Ein Schülerpraktikum ist für viele Jugendliche der erste Schritt in die Arbeitswelt. Es bietet die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln und die eigenen Interessen und Fähigkeiten besser kennenzulernen. Die Ziele eines Schülerpraktikums sind vielfältig und spielen eine wichtige Rolle in der persönlichen und beruflichen Entwicklung.
-
-
Ziele eines Schülerpraktikums
-
1. Einblick in die Berufswelt gewinnen
-
Das Schülerpraktikum ermöglicht es, verschiedene Berufe und Arbeitsfelder kennenzulernen. Die Schüler*innen erhalten einen realistischen Eindruck vom Arbeitsalltag und können herausfinden, wie ein bestimmter Beruf tatsächlich aussieht.
-
-
2. Eigene Interessen und Stärken entdecken
-
Durch die praktische Arbeit können die Jugendlichen herausfinden, was ihnen Spaß macht und wo ihre Talente liegen. Dies hilft ihnen bei der späteren Berufswahl und bei der Entscheidung, welche Ausbildung oder welches Studium sie anstreben möchten.
-
-
3. Verantwortung übernehmen und Selbstständigkeit fördern
-
Im Praktikum übernehmen die Schüler*innen erste eigene Aufgaben. Sie lernen, Verantwortung zu tragen, selbstständig zu arbeiten und sich in ein Team einzufügen. Das stärkt das Selbstbewusstsein und die Eigeninitiative.
-
-
4. Soziale Kompetenzen entwickeln
-
Der Kontakt zu den Kindern und Kolleginnen fördert wichtige soziale Fähigkeiten wie Teamarbeit, Kommunikation und Konfliktlösung.
-
-
An der St. Nikolaus-Schule ist Frau Göddeke die Ansprechpartnerin für Praktikant*innen.
Die Schüler*innen bewerben sich bei der Schule für ein Praktikum und bekommen von Frau Göddeke - nach Rücksprache mit Frau Schwotzer - eine Zusage oder Absage für das Praktikum.
Am ersten Tag des Praktikums wird den Praktikanten auch der Leitfaden für das Praktikum (siehe Anhang) erklärt und ausgehändigt und sie unterschreiben die Erklärung zur Schweigepflicht.
Schülerpraktikum bis Klasse 10
-
Schülerpraktikantinnen aus Klasse 8, 9 und 10 werden nur für ein Tagespraktikum genommen.
-
Ehemalige Schülerinnen bzw. Praktikantinnenen aus Wennemen führen ihr Praktikum in Freienohl durch.
Ehemalige Schülerinnen bzw. Praktikantinnenen aus Freienohl führen ihr Praktikum in Wennemen durch.
Die Praktikant**innen gehen in den ersten vier Stunden mit in den Unterricht und bleiben anschließend bis 13:20 Uhr in der OGS bzw. im Kids-Treff.
Vor Unterrichtsbeginn und in der Pause gehen sie mit auf den Schulhof (kein Aufenthalt im Lehrerzimmer). -
Für den Boys/Girls Day werden nur Jungen genommen (Absprache unter allen Mescheder Schulen).
Schülerpraktikum in der Oberstufe
-
In der Oberstufe führen ehemalige Schülerinnen bzw. Praktikantinnenen aus Wennemen ihr Praktikum in Freienohl durch. Sie gehen in den ersten vier Stunden mit in den Unterricht und bleiben anschließend bis 15:30 Uhr bzw. 16:00 Uhr in der OGS (Vorgaben der Schule beachten).
-
Ehemalige Schülerinnen bzw. Praktikantinnenen aus Freienohl führen ihr Praktikum in Wennemen durch. Sie gehen in den ersten vier Stunden (bzw. bis 11:15 Uhr) mit in den Unterricht, fahren dann (mit dem Bus) nach Freienohl und bleiben anschließend bis 15:30 Uhr bzw. 16:00 Uhr in der OGS (Vorgaben der Schule beachten).
-
Busverbindung R71:
-
Abfahrt 11:33 Uhr Wennemen, Biekestraße
Ankunft 11:39 Uhr Freienohl, Markt -
Vor Unterrichtsbeginn und in der ersten Pause gehen sie mit auf den Schulhof (kein Aufenthalt im Lehrerzimmer).
Erzieherpraktikanten vom Berufskolleg
-
Erzieherpraktikant*innen vom Berufskolleg werden nur in Freienohl eingesetzt. Sie gehen in den ersten vier Stunden mit in den Unterricht und bleiben anschließend bis 15:30 Uhr oder 16:00 Uhr (Vorgabe der Schule beachten) in der OGS. In der ersten Pause gehen sie mit auf den Schulhof (kein Aufenthalt im Lehrerzimmer).
-
Es ist egal, ob die Praktikanten aus Freienohl oder Wennemen kommen und evtl. früher die Schule besucht haben.
-
Bewerbungsanfrage sollen direkt an die OGS gerichtet werden.
Anhang - Infozettel für Tagespraktikanten in Freienohl
Anhang - Infozettel für Tagespraktikanten in Wennemen
Anhang - Infozettel für Praktikanten Wennemen - Oberstufe
Anhang - Infozettel für Erzieherpraktikanten
Schweigepflichtserklärung
Praxisphasen in der Lehrerausbildung2
Gesamtüberblick: Der Weg zur Grundschullehrkraft
-
Der Ausbildungsweg zur Grundschullehrkraft in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist in mehrere Phasen unterteilt. Studierende erleben verschiedene praktische und theoretische Stationen, um auf den Lehrberuf vorbereitet zu werden. Die wichtigsten Elemente sind:
-
- Eignungs- und Orientierungspraktikum (EOP)
Wird meist zu Studienbeginn (im Bachelor) durchgeführt, um den Lehrerberuf kennenzulernen. Es dauert fünf Wochen.
- Eignungs- und Orientierungspraktikum (EOP)
-
- Berufsfeldpraktikum
Wird im Bachelor durchgeführt und dauert vier Wochen. Es ermöglicht Einblicke in unterschiedliche pädagogische Berufsfelder (in und) außerhalb der Schule. - Praxissemster
Intensivpraktikum über ein Schulhalbjahr im Master, mit begleitenden universitären Lehrveranstaltungen und eigener Unterrichtserfahrung.
- Berufsfeldpraktikum
-
- Referendariat/ Vorbereitungsdienst
Nach dem Studium wird das Referendariat an einer Ausbildungsschule und am ZfsL durchgeführt. Es dauert 18 Monate und bereitet die Referendar*innen auf den Schulalltag vor.
- Referendariat/ Vorbereitungsdienst
-
Jede dieser Phasen hat ihre eigenen Ziele, Inhalte und Didaktiken. Die Ausbildung wird von einem Mix aus Theorie an der Universität, Reflexion und Praxiserfahrung geprägt, so dass angehende Lehrkräfte sowohl fachlich als auch pädagogisch auf ihre spätere Berufstätigkeit und die vielseitigen Anforderungen des Schulalltags vorbereitet werden.
Lehrerausbildungsgesetz - LABG
Eignungs- und Orientierungspraktikum (EOP)
Eignungs- und Orientierungspraktikum - Ziele und Inhalte
-
Das Eignungs- und Orientierungspraktikum (EOP) ist in NRW ein verpflichtendes Element im Lehramtsstudium. Es ist das erste Praxiselement und findet meist am Anfang des Studiums statt. Das EOP hat einen Umfang von 25 Praktikumstagen, die möglichst innerhalb von fünf Wochen (innerhalb eines Schulhalbjahres) abgeleistet werden sollen (§ 12 LABG). Es darf nicht an der Grundschule durchgeführt werden, an der man selber Schüler*in war.
-
Ziele und Inhalte:
-
- Einblick in den Lehreralltag und den Ablauf von Unterricht gewinnen
- Erkundung schulischer Strukturen und verschiedener Rollen im Schulsystem
- Reflexion der eigenen Eignung und Motivation für den Lehrerberuf
-
Das EOP wird von der Hochschule vorbereitet und begleitet. Studierende führen Beobachtungen durch, assistieren im Unterricht und reflektieren ihre Eindrücke in begleitenden Seminararbeiten.
-
Die Praktikant*innen erhalten die Gelegenheit, Unterrichtsphasen bzw. -stunden unter Anleitung selbst durchzuführen.
-
Am Ende des Praktikums findet ein Beratungsgespräch statt, in dem das Praktikum abschließend reflektiert wird.
(Berufsfeldpraktikum)
Berufsfeldpraktikum - Ziele
-
Das Berufsfeldpraktikum sollte eher außerhalb von Schule in pädagogischen
Handlungsfeldern stattfinden, kann aber auch in der Schule absolviert werden. -
Ziele:
Eröffnung konkreter beruflicher Perspektiven inner- und außerhalb des
Schuldienstes -
Umfang: mindestens 4 Wochen
-
Die Schule und ebenso die Ausbildungsbeauftragten sind hier nicht verantwortlich für Organisation, Durchführung und Betreuung dieses Praxisfeldes.
-
Das Berufsfeldpraktikum kann erst nach dem Eignungs- und Orientierungspraktikum absolviert werden und ist innerhalb des Bachelorstudiums abzuschließen.
Praxissemester
Das Praxissemester
-
Das Praxissemester ist ein zentraler, längerer Praxisteil im 2. Semester (spätestens im 3. Semester) im Masterstudium. Es dauert 5 Monate und wird intensiv durch die Universität und das Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) begleitet. Die Bewerbung erfolgt über das onlinegestützte Zuweisungsverfahren www.pvp-nrw.de.
-
Elemente des Praxissemesters:
-
- Hospitationen im Unterricht
- Planung, Durchführung und Reflexion eigener Unterrichtseinheiten
- Mentoring durch erfahrene Lehrkräfte (Mentor*innen)
- Teilnahme an Seminaren und Workshops
- Forschungsaufgaben und Praxisreflexion
-
Das Praxissemester ermöglicht es Studierenden, fundierte Unterrichtserfahrungen zu sammeln, eigene Schwerpunkte zu setzen und sich gezielt auf das Referendariat vorzubereiten.
-
Es wird von den Hochschulen verantwortet und ist in Kooperation mit den Schulen sowie den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung durchzuführen. Die Hochschulen schließen das Praxissemester mit einer geeigneten Prüfung und mit einem Bilanz- und Perspektivgespräch mit den Teilnehmer*innen ab (LABG §12).
-
Die Ausbildungskapazitäten (Anzahl der Praxissemesterstudent*innen pro Fach) richten sich nach der Größe der Schule und sind vorgegeben. Die Ausbildungskoordinatorin prüft die angegebenen Fächer und Förderschwerpunkte und leitet ggf. Änderungen weiter.
Referendariat11
Referendariat (Vorbereitungsdienst)
-
Nach dem Studium folgt das Referendariat (Vorbereitungsdienst). Es dauert in NRW 18 Monate. In dieser Zeit werden die angehenden Lehrer*innen intensiv auf ihren späteren Beruf vorbereitet.
-
Ablauf und Inhalte:
-
- Ausbildung in einer Ausbildungsschule und am ZfsL
- Übernahme von eigenverantwortlichem Unterricht
- Hospitationen und Unterricht bei erfahrenen Kolleginnen
- Teilnahme an Ausbildungsseminaren
- Schriftliche Arbeiten und Unterrichtsentwürfe
- Unterrichtsbesuche
-
Das Referendariat ist die letzte Phase der Lehrerausbildung und verbindet Theorie, Praxis und Reflexion auf sehr hohem Niveau.
-
Im Referendariat erfolgt die Ausbildung in drei Fächern: Mathe/ Mathematische Grundbildung, Deutsch/ Sprachliche Grundbildung und ein weiteres studiertes Fach (z.B. Religion oder Sachunterricht).
-
Die Ausbildung umfasst durchschnittlich 14 Wochenstunden. Davon entfallen auf den selbstständigen Unterricht in zwei vollständigen Schulhalbjahren durchschnittlich neun Wochenstunden.
-
Während des Referendariats haben die LAA insgesamt 10 Unterrichtsbesuche, davon 2 bzw. 3 in Deutsch/ Mathe und 5 in dem weiteren Fach.
-
An der St. Nikolaus-Schule ist Frau Göddeke die Ausbildungsbeauftragte, die zusammen mit den Ausbildungslehrerinnen und der Schulleitung Frau Schwotzer die Ausbildung der Referendare begleitet.
-
Zu Beginn des Referendariats erhalten die LAA das ABC für LAA (siehe Anhang) mit hilfreichen Informationen für den Vorbereitungsdienst.
4 Phasen im Referendariat
-
Die Ausbildung gliedert sich in vier Phasen:
-
- Startphase (3 Monate)
- Orientierungsphase (1 Halbjahr)
- Vertiefungsphase (1 Halbjahr)
- Prüfungsphase (3 Monate)
-
In diesen Phasen wird ein kompetenzorientierter Ansatz verfolgt, der selbstgesteuertes Lernen und Reflexion fördert. Die LAA führen ein Portfolio, das ihre Entwicklungen dokumentiert und als Grundlage für regelmäßige Gespräche dient. Die verschiedenen Rollen in der Ausbildung (z.B. Ausbildungslehrerin, Ausbildungsbeauftragte, Schulleiterin) sind klar definiert, wobei alle Beteiligten eine unterstützende Funktion übernehmen. Es werden Elemente wie Hospitationen, Feedback-Gespräche und Coaching integriert, um die LAA in ihrer professionellen Entwicklung zu fördern. Zusammengefasst zielt das Konzept darauf ab, die LAA praxisorientiert und wissenschaftlich fundiert auf ihre zukünftige Tätigkeit an Grundschulen vorzubereiten, wobei Selbstständigkeit und persönliche Verantwortung im Vordergrund stehen.
-
Im Kerncurriculum sind die zu erwerbenden Kompetenzen in folgende Handlungsfelder unterteilt:
-
- Unterricht für heterogene Lerngruppen gestalten und Lernprozesse nachhaltig anlegen.
- Den Erziehungsauftrag in Schule und Unterricht wahrnehmen.
- Lernen und Leisten herausfordern, dokumentieren, rückmelden und beurteilen.
- Schüler*innen und Erziehungsberechtigte beraten.
- Im System Schule mit allen Beteiligten entwicklungsorientiert zusammenarbeiten.
-
Während des Referendariats erhalten die LAA vielfältige Möglichkeiten, um diese Kompetenzen zu erwerben. Dabei werden sie von den Ausbildungslehrer*innen unterstützt und begleitet.
-
-
Kompetenzorientierung in der Startphase
-
Zum Ende der Startphase kennen die LAA das der Ausbildung zugrundeliegende Menschenbild, den Lernweg im Seminar G unter Einbezug eigener besonderer Fähigkeiten und Kenntnisse, die OVP mit dem Kerncurriculum sowie die Angebote der systemisch orientierten Seminararbeit. Sie öffnen den Blick für Lehrergesundheit. Sie haben mit Hilfe der SWOT-Analyse und der Seminarangebote eine persönliche Bestandsaufnahme vorgenommen und können daraus ihre individuellen Schwerpunkte unter Berücksichtigung eigener Ressourcen für die Arbeit in der Orientierungsphase definieren und nutzen (Roter Faden, S. 43).
-
Das Eingangs- und Perspektivgespräch wird mit einer
Seminarausbilderin oder einem Seminarausbilder unter Beteiligung der Schule geführt. -
Kompetenzorientierung in der Orientierungsphase
-
Am Ende der zweiten Ausbildungsgphase kennen die LAA ausgehend von ihren konkreten Handlungssituationen und ihren personalisierten Lernwegen für sie entwicklungsrelevante zentrale überfachliche und fachliche Inhalte aus den Handlungsfeldern Unterrichten, Diagnostizieren und Leistung. Sie haben sich in vielfältigen Bezügen (Hospitation, Coaching, Entwicklungszeit, Kollegiale Fallberatung, 1.UB, ...) ausgetauscht, um Schwerpunkte für ihre persönliche Weiterentwicklung zu setzen (Roter Faden, S. 43).
-
Nach der Hälfte der Ausbildung führen die LAA ein Halbzeitgespräch mit den Seminarausbilder*innen in ihren Unterrichtsfächern.
Auch mit den Ausbildungslehrer*innen und der Schulleitung kann ein Halbzeitgespräch geführt werden, um sich über den Verlauf der Ausbildung und bereits erworbene Kompetenzen sowie weitere Schwerpunkte in der Ausbildung auszutauschen. -
Kompetenzorientierung in der Vertiefungsphase
-
Am Ende der dritten Ausbildungsphase haben die LAA sich vertieft mit Hospitationen und Unterrichtsbesuchen auseinandergesetzt, um dadurch die Zusammenhänge und Vernetzungen der Handlungsfelder des Kerncurriculums, in professionellen Gesprächsanlässen sicher analysieren, umsetzen und reflektieren zu können. Sie können differenzierte Lernangebote entwickeln und darüber hinaus im Sinne der Vielfalt verschiedene Aneignungswege sinnvoll berücksichtigen (Roter Faden, S. 43).
-
Kompetenzorientierung in der Prüfungsphase
-
Am Ende der vierten Ausbildungsphase haben die LAA Rollenklarheit gewonnen. Sie können begründet Stellung beziehen und sind damit professionalisiert um ein/e fachlich gut ausgebildete, alltagstaugliche Berufseinsteigende/r zu sein (Roter Faden, S. 43).
-
Aufgaben der Ausbildungslehrer*innen (AL)
-
Ausbildungslehrer*innen orientieren ihr Ausbildungshandeln am aktuellen Kerncurriculum, dem Referenzrahmen Schulqualität sowie dem Orientierungsrahmen „Lehrkräfte in der digitalisierten Welt“.
-
Sie geben Anleitung, Orientierung und Unterstützung in folgenden Bereichen:
-
- Unterrichtsplanung: Ausbildungslehrer*innen
orientieren ihr Handeln an den aktuellen Lehrplänen und dem Kerncurriculum. Sie unterstützen die Lehramtsanwärter*innen bei der Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht in heterogenen Lerngruppen. - Beobachtung und Feedback: Sie führen eine kriterienorientierte Beobachtung des Unterrichts durch und geben konstruktives Feedback zu den durchgeführten Unterrichtsstunden.
- Fachdidaktische Unterstützung: Ausbildungslehrer*innen
helfen den Lehramtsanwärter*innen, die fachdidaktischen Prinzipien zu verstehen und anzuwenden, sowie die Lehrpläne zu durchdringen. - Entwicklung von Lehrerkompetenzen: Sie unterstützen die Lehramtsanwärter*innen in der Entwicklung ihrer Lehrerrolle und vermitteln Kenntnisse zur Klassenlehrerfunktion.
Begleitung bei ersten Schritten im Rahmen der Lehrerfunktion „Leistung messen und beurteilen“. - Förderung der Selbstständigkeit: Zu Beginn der Ausbildung bieten sie unterstützende Hilfe an, fördern jedoch zunehmend die Selbstständigkeit der Lehramtsanwärter*innen im Verlauf der Ausbildung.
- Dokumentation: Ausbildungslehrer*innen
schreiben spätestens am Ende der Ausbildung einen Beurteilungsbeitrag ohne Benotung. Bei einem Wechsel der Ausbildungslehrer*innen ist der Ausbildungsbeitrag als Zwischenbericht ohne Benotung sofort zu erstellen. - Kooperation: Sie arbeiten eng mit anderen Ausbilder*innen sowie der Schulleitung zusammen, um den Ausbildungsprozess zu gestalten und eventuelle Schwierigkeiten frühzeitig zu besprechen.
- Unterrichtsplanung: Ausbildungslehrer*innen
-
Ausbildungslehrer*innen können auch gleichzeitig Ausbildungsbeauftragte sein.
Aufgaben der Ausbildungsbeauftragten (ABB)
-
Das für die Ausbildungslehrerin bzw. den Ausbildungslehrer aufgeführte Aufgabenprofil gilt auch für Ausbildungsbeauftragte (ABB).
-
Darüber hinaus:
-
- Anleitung und Organisation: Die ABB geben Anleitung zur Organisation der schulischen Ausbildung und sichern die Umsetzung der Ausbildungsrichtlinien sowie die Qualität der Ausbildung.
- Portfolio-Führung: Sie fördern und fordern die Führung des Portfolios, welches die Entwicklung berufsbezogener Kompetenzen dokumentiert.
- Entwicklung des Ausbildungsprogramms: Die ABB sind aktiv an der Entwicklung und Fortschreibung des schulischen Ausbildungsprogramms beteiligt und organisieren dieses in Absprache mit den Auszubildenden, der Schulleitung und den Ausbildungslehrer*innen.
- Koordination der Ausbildungsaufgaben: Sie koordinieren die Ausbildungsaufgaben innerhalb der Schule und unterstützen die Abstimmung zwischen allen an der Ausbildung Beteiligten.
- Beratung der Schulleitung: Sie beraten die Schulleitung, insbesondere bei der Erstellung der Langzeitbeurteilung der Lehramtsanwärter*innen.
- Unterstützung der Auszubildenden: Die ABB leisten ergänzende Beratung und Unterstützung für die Lehramtsanwärter*innen, um deren individuelle Entwicklung zu fördern.
Aufgaben der Schulleitung
-
- Kooperation mit der Seminarleitung: Die Schulleitung kooperiert in Fragen der Ausbildung mit der Seminarleitung.
- Verantwortung für den Einsatz der LAA: Sie verantwortet und entscheidet über den unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Einsatz der Lehramtsanwärter*innen am Lernort Schule.
- Entwicklung eines Ausbildungsprogramms: Gemeinsam mit den Ausbildungslehrer*innen sowie dem ZfsL Arnsberg entwickelt die Schulleitung ein schulisches Ausbildungsprogramm.
- Förderung der kollegialen Verantwortung: Die Schulleitung sorgt dafür, dass die Ausbildung zur Aufgabe des gesamten Kollegiums wird.
- Regelmäßiger Austausch: Sie tauscht sich regelmäßig mit Ausbildungslehrer*innen und Ausbildungsbeauftragten über den Lernstand und die Lernfortschritte der Auszubildenden aus.
- Bestellung von Ausbildungsbeauftragten: Die Schulleitung bestellt im Benehmen mit dem Kollegium die Ausbildungsbeauftragten.
- Verteilung der Anrechnungsstunden: Sie verteilt die Anrechnungsstunden für die Ausbildung.
- Erstellung von Langzeitbeurteilungen: Auf Grundlage eigener Beobachtungen und der Beurteilungsbeiträge der Ausbildungslehrer*innen erstellt die Schulleitung Langzeitbeurteilungen, die mit einer Note abschließen (§16 (3) OVP). Die Langzeitbeurteilung für das Lehramt an Grundschulen weist für die beiden Fächer Deutsch (Sprachliche Grundbildung) und Mathematik (Mathematische Grundbildung)
eine gemeinsame Note aus. - Einschätzung des Leistungsstands: Sie macht sich ein eigenes Bild vom Leistungsstand der LAA, insbesondere auch in Alltagssituationen.
- Ermöglichung von Hospitationen: Die Schulleitung ermöglicht den LAA durch Freistellungen Einblicke in andere Ausbildungssituationen und -schulen.