Ansätze zur Prävention am KBKO
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Unterrichtsfach Glück
  • Schulfach Glück in Anlehnung an Dr. Ernst Fritz-Schubert
  • Was beinhaltet das Unterrichtsfach Glück?
  • Im Fach Glück geht es um die Förderung der Lebenskompetenz, der Lebensfreude und der Persönlichkeitsentwicklung. Es geht um die Stärkung des eigenen Selbst und das Erkennen der eigenen Stärken und Ressourcen, der man sich bewusst werden sollte. Denn nicht zuletzt darauf basieren die Planung und die Gestaltung des eigenen – beruflichen – Lebensweges. Wichtig ist auch, dass sich die Schülerinnen und Schüler nicht als isolierte Wesen betrachten, sondern in einer Interaktion mit der sie umgebenden Welt stehen.
  • Seit wann gibt es das Fach und warum?
  • An unserer Schule gibt es das Schulfach Glück seit dem Schuljahr 2019/2020. Wir mussten in unseren Bildungsgängen eine zunehmende Orientierungslosigkeit der Schülerinnen und Schüler, insbesondere hinsichtlich der beruflichen Orientierung, feststellen. Auf der Ebene der Schulleitung hat man sich daraufhin in den Kreisen Oberberg und Rhein-Berg entschlossen, ein neues Fach einzuführen – an unserer Schule zunächst probeweise in zwei Bildungsgängen. An anderen Berufskollegs wurde das Fach übrigens „Selbstmanagement“ genannt. Wir haben uns jedoch, in Anlehnung an den Heidelberger Autoren und Pädagogen Dr. Ernst Fritz-Schubert (73), dann für den Namen „Glück“ entschieden („Glück kann man lernen: Was Kinder stark fürs Leben macht“, Ullstein-Verlag).
  • Warum ist es wichtig, dass es dieses Fach gibt?
  • Das Fach ist eingeführt worden, weil man eine zunehmende (berufliche) Orientierungslosigkeit der Schüler festgestellt hat. Dieses Fach ist wichtig, um in der Schule bewusst einen Raum zu schaffen, der es ermöglicht, an Ressourcen orientiert zu unterrichten. Der Fokus in diesem Fach liegt nicht auf der Leistung und deren Bewertung, sondern auf der Entwicklung von Persönlichkeiten. Dies fordert auch von der Lehrkraft, eine andere Haltung einzunehmen und die jungen Leute in deren Entwicklung zu begleiten. Die Lehrkraft ist nicht mehr der fachliche Experte für die Vermittlung von Lerninhalten, sondern sie schafft einen geschützten Raum, ermöglicht Erfahrungen und stößt Denkprozesse an, um die Entwicklung des Selbst zu unterstützen.
  • Orientierung an den vier Leitfragen:
    1. Wer bin ich?
    2. Was brauche ich?
    3. Was kann ich?
    4. Was will ich?
  • Die Schüler lernen, ihre Träume und Bedürfnisse wahrzunehmen, daraus Ziele zu formulieren und Wege zu finden, um sie zu verwirklichen. Sie setzen sich aber auch mit dem Scheitern auseinander. Es ist wichtig früh zu lernen, auch mit Niederlagen richtig umzugehen, sie als Chance zu begreifen, um künftige Herausforderungen besser bewältigen zu können.
  • Einführung des Schülercoachings nach dem Mündener Modell ist eine konsequente Weiterentwicklung dieses Ansatzes, da zusätzlich Zeit für individuelle Gespräche mit den Klassenleitungen ermöglicht wird und die Prozessbegleitung der Schüler gefördert wird. Auch wenn im Schülercoaching es grundsätzlich um eine Vielzahl von Themen gehen kann, ist die Berufsorientierung in dieser Lebensphase ein wichtiger Bereich.