Digital gestützter Fachunterricht !#UE
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Hintergrundwissen
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- Das Lernen mit Medien ist eine weitere zentrale Säule jedes Medienkonzeptes.
- Schulische Vereinbarungen dazu setzen ein gemeinsames Bild von den lernförderlichen Potenzialen der verfügbaren Ausstattung voraus.
- Das schulische Medienkonzept ist der Fixpunkt digitalisierungsspezifscher Prinzipien des Lehrens und Lernens, auf den sich die fächer- bzw. bildungsgangspezifischen Konkretisierungen ausrichten.
- Die schulinternen Curricula bzw. didaktischen Jahresplanungen beinhalten geltende Vereinbarungen didaktisch-methodischer Art, deren Relevanz und Gültigkeit im Zuge sich ändernder Arbeitsmöglichkeiten im digitalen Raum geprüft werden müssen.
- Ergänzend öffnen sich über eine veränderte mediale Ausstattung didaktisch-methodische Potenziale, deren Ausschöpfen durch entsprechende Vereinbarungen im Medienkonzept systemisch abgesichert wird.
- Die Veränderung von Aufgabenkultur, Lernwegen und Arbeitsmethoden zieht notwendige Anpassungen im schulischen Leistungskonzept nach sich.
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Gemeinsam getragene didaktisch-methodische Prinzipien der Unterrichtsgestaltung sind Kern jeder systematischen Unterrichtsentwicklung. Sie fußen auf den Basisdimensionen von Unterrichtsqualität und curricularen Vorgaben - in analogen Lehr-Lern-Settings genauso wie in medial ausgestalteten. Die Aktivierung digitalisierungsspezifischer Potenziale für gelingendes Lernen korreliert ganz eng mit der Personalentwicklung vor dem Hintergrund der eigenen Ausstattungsplanung.
- Die Qualitätserwartungen an lernförderlichen Unterricht sind über den Referenzrahmen Schulqualität ↗️ grundgelegt, insbesondere die drei Basisdimensionen:
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Klassenführung in digital gestützten Lehr-Lern-Settings
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Um die zur Verfügung stehende Unterrichtszeit bestmöglich für Lernprozesse zu nutzen, bedarf es einer vorbereiteten Lernumgebung, reibungsloser Abläufe und fließender Übergänge zwischen den Unterrichtsphasen. Für digitale Settings braucht es diese Konzeptionierung in gleicher Weise, bestenfalls verzahnt mit den geltenden Maßgaben für den analogen Raum. Das setzt voraus, dass Lehrkäfte diese Vorbereitungen für das digitale Setting genauso treffen können wie im analogen. Reibungslose und lernförderliche Abläufe werden dadurch befördert, dass Lehrkräfte im Team entsprechende Abstimmung treffen und gemeinsam tragen - auch für digitale Lernräume.
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Konstruktive Unterstützung in digital gestützen Lehr-Lern-Settings
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Die zwei zentralen Säulen der konstruktiven Unterstützung sind kognitive Unterstützung in Form von angemessenem inhaltlichen Feedback und passenden Hilfestellungen sowie emotional-motivationale Unterstützung durch das Schaffen einer lernförderlichen Atmosphäre. Medien und digitale Technik sind nicht per se ein konstruktiver Faktor, sondern müssen gezielt als solcher aktiviert werden. Großes Potential haben digitale Lösungen etwa für die Individualisierung von Fedback und die Bereitstellung passgenauer Hilfen für die Lernenden. Zugleich müssen lernhinderliche Effekte medialer Settings aktiv vermieden werden (etwa eine Zentrierung von Unterricht auf die digital agierende Lehrkraft). Auch ist das dauerhafte Einbinden von Medien nicht per se motivierend. Aber durch Möglichkeiten der Mitgestaltung für die Lernenden erleben sie sich selbst als kompetent und autonom. Medieneinsatz und digitale Tools eröffnen solche Möglichkeiten, die gezielt genutzt werden müssen, um wirksam zu werden. Beide Komponenten bedürfen schulischer Konzepte und eines engen Austausches der Lehrkräfte über gelingende Verfahrensweisen in digital gestützten Prozessen.
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Kognitive Aktivierung in digital gestützten Lehr-Lern-Settings
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Lernen ist ein aktiver kognitiver Prozess, bei dem Lernende neues Wissen mit bereits vorhandenem Wissen abgleichen und an dieses anknüpfen. Die Anregung solcher Prozesse ist eine grundelegende Qulität von Unterricht (auch und gerade im analogen Raum) und ein Merkmal für die Lernförderlichkeit dafür eingesetzter Technik und Tools. Die Förderung gelingt z.B. durch herausfordernde, problemorientierte Aufgabenstellungen, die Konfrontation mit Widersprüchen, das Vergleichen verschiedener Lösungswege, das Einfordern von Begründungen oder das Herstellen von Anwendungsbezügen. Die mediale Ausgestaltung von Lernsettings liefert wichtige Rahmenbedingungen für das Gelingen solcher kognitiven Prozesse, wenn sie reflektiert und klar gesteuert eingesetzt wird.
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Distanzunterricht am Berufskolleg
- Falls am Berufskollleg Distanzunterricht als regelhafte Erweiterung des Präsenzunterrichtes eingeführt wird, erhalten diese Prinzipien gesonderte Relevanz für die zu etablierende digitale Lernkultur im Sinne der entsprechenden Handreichung zur chancengerechten Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht ↗️.
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Bezüge zum Referenzrahmen Schulqualität:
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Quellen & Links:
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- Trautwein/Sliwka/Dehmel: Grundlagen für einen wirksamen Unterricht. (Schriftenreihe des IBBW, Band 1)
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Die obige Grafik ist zitiert nach Gerick/Eickelmann (2023), S. 20.