Sprachförderung
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Seiteneinsteiger und Erstförderung
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Integration durch Sprache
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An unserer Schule haben im Schuljahr 24/25 46% der Kinder einen Migrationshintergrund. Die meisten von Ihnen sind bereits in zweiter Generation in Deutschland und oft ist die Familiensprache Deutsch.
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15% der Kinder haben eine eigene Zuwanderungsgeschichte und werden als Seiteneinstiger gefördert.
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Sie bilden eine Gruppe mit großem Förderbedarf im Bereich Sprache.
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Die zweite Gruppe bildet eine steigende Anzahl von Kindern, die in der Familie keine angemessene sprachliche Sozialisation erleben.
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Die Gruppe der Kinder, die als Seiteneinsteiger in die Schule kommen, haben meist nur wenig oder gar keine Deutschkenntnisse, oft keine institutionelle Bildungserfahrung und auch ein Teil der älteren Kinder hat bisher keine Schule besucht und ist nicht alphabetisiert.
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Bei der 2. Gruppe von Kindern mit Sprachförderbedarf zeigen sich unterschiedliche Probleme: Vorwiegend haben sie einen eingeschränkten Wortschatz und Defizite in der Grammatik sowie Probleme im Verstehen der „Schulsprache“ (komplexe Satzstrukturen).
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Fördersituation
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Wie im Sprachbildungskonzept beschrieben soll die Schule den Kindern, besonders denen mit zusätzlichem Förderbedarf, durch Differenzierung, sprachsensiblen Unterricht und durchgängige Sprachbildung in allen Fächern und Bereichen gerecht werden. Sofern möglich, auch durch zusätzliche Fördergruppen in äußerer Differenzierung.
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Aus den Integrationsstellenanteilen haben wir für die Seiteneinsteiger zwei Sprachfördergruppen gebildet, in denen sie mehrmals in der Woche in äußerer Differenzierung an das Sprachniveau B1 herangeführt werden sollen, wobei in einer Gruppe zunächst die (Nach)Alphabetisierung großen Raum einnimmt.
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Des Weiteren fördern wir einmal wöchentlich Schülerinnen und Schüler mit sprachlichen / grammatikalischen Defiziten in Kleingruppen. Hier werden Kinder gefördert, die die Erstförderung bereits erfolgreich beendet haben oder eine nichtdeutsche Erst- und Familiensprache sprechen und dadurch noch Schwierigkeiten in unterschiedlichen Bereichen haben.
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Die in den Differenzierungsgruppen bearbeiteten Unterrichtsinhalte, werden in den Regelklassen in innerer Differenzierung weiter geführt.
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Förderinhalte
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Das wichtigste Prinzip der Förderung für alle Kinder mit Förderbedarf in der deutschen Sprache ist der Vorrang des Mündlichen. Sprache ist Kommunikation. Wichtigstes Kommunikationsmittel der Kinder ist das Sprechen. So stehen Gesprächsanlässe zum Aufbau eines adäquaten Wortschatzes und zur Verinnerlichung von gebräuchlichen Satzstrukturen im Vordergrund. Durch das Sprechen miteinander und mit erwachsenen Sprachvorbildern (meist die Lehrerinnnen) sollen die Kinder sicherer werden und die notwendigen Fortschritte machen. Dafür ist aber häufig nur in äußerer Differenzierung der Rahmen gegeben. Binnendifferenzierung findet häufig schriftlich oder digital mit dafür ausgewählten Materiallien statt (s. Sprachbildungskonzept), auf jeden Fall überwiegend still.
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Sprachstandsfeststellung / vorschulische Förderung
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Der Sprachstand der Kinder zwei Jahre vor der Einschulung wird regelmäßig nur von den Kindern erhoben, die keinen Kindergarten besuchen. Ob die hier aufgefallenen Kinder dann im Nachgang eine entsprechende Sprachförderung erhalten, wird uns nicht mehr bekannt gemacht.
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Sollten die Kinder vor der Einschulung doch noch einen Kindergartenplatz bekommen, ist die Sprachförderung bis zur Einschulung dann oft nicht mehr ausreichend. Die Personalnot in den Kitas setzt den Förderbemühungen viel zu häufig Grenzen.
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Der Sprachstand wird danach bei uns regelmäßig während der Anmeldung der Schulanfänger durch ein Schulspiel erhoben. Jedes Jahr fallen dabei einige Kinder auf, die noch gar nicht oder nicht ausreichend Deutsch sprechen. Leider ist es vor der Einschulung dann sehr schwierig, noch einen entsprechenden Förderkurs zu besuchen. Wenn ein Kurs angeboten wird, ist dieser häufig in einem weiter entfernten Stadtteil und die Kinder besuchen die Förderung daher nur sehr unregelmäßig oder gar nicht. So beinflussen die angesprochenen Probleme direkt den Start ins Schulleben.
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Förderung in der OGGS
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Im offenen Ganztag haben mehr als 50% der Kinder einen Migrationshintergrund und wir haben immer versucht, allen Kindern, die aus den oben beschriebenen Gründen Sprachförderbedarf haben, einen Platz in der OGGS anzubieten und sie dort zu fördern.
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Hier können wir am Nachmittag eine andere, sehr effektive Form der Sprachförderung in sehr kleinen Arbeitsgruppen anbieten. Jedes Angebot, das die Kinder wahrnehmen können, verstehen wir dabei auch als Sprachförderung. Während der Durchführung der Angebote sollen die Mitarbeiterinnen darauf achten, dass sie intensiv mit den Kindern sprechen, einen differenzierten, teilweise fachspezifischen Wortschatz verwenden und die Kinder dazu animieren diesen Wortschatz ebenfalls zu nutzen.
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So kann beim Backen, Kochen, Werken und der Gartenarbeit ein deutscher Wortschatz vermittelt werden, den die Kinder in ihrer üblichen Kommunikation untereinander nicht benutzen. Daher ist das praktische Handeln in Interessensbereichen der Kinder gleichzeitig Sprachförderung im besten Sinne.
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Leider wird diese niederschwellige Förderung immer schwieriger. Mittlerweile gibt es Kriterien, welche Kinder einen OGGS-Platz erhalten und so manches Kinder mit Sprachförderbedarf fällt durch das Raster.
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Hinzu kommt, dass unsere Sprachvorbilder in der OGGS als Folge des Fachkräftemangels immer weniger werden,