Weitere Bausteine des Erziehungskonzepts
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Luziarat
  • Der Luziarat – Unser Kinderparlament
  • Ein Ort für Kinderstimmen und -meinungen an der Schule
  • Im Luziarat kommen die Klassensprecherinnen und Klassensprecher oder von den Klassen gewählte Kinder zusammen. Einmal im Monat treffen wir uns für eine gemeinsame Schulstunde.
  • Hier haben die Gedanken, Ideen, Fragen und Anliegen der Kinder einen festen Platz. Gemeinsam überlegen wir, wie unser Schulleben gelingen kann und wie wir unsere Schule zu einem Ort machen, an dem sich alle wohlfühlen, lernen und wachsen können.
  • Der Luziarat ist ein Raum für Mitbestimmung, Verantwortung und Gemeinschaft. Hier erleben Kinder, dass ihre Stimme zählt und dass Veränderungen entstehen können, wenn wir miteinander sprechen, zuhören und handeln.
  • So begegnen wir uns
  • Im Luziarat möchten wir eine Atmosphäre schaffen, in der sich alle sicher und ernst genommen fühlen.
    Deshalb achten wir darauf:
  • Jede Stimme ist wichtig.
  • Wir hören einander aufmerksam zu.
  • Wir sprechen respektvoll miteinander.
  • Unterschiedliche Meinungen dürfen sein.
  • Wir suchen gemeinsam nach Lösungen.
  • Wir übernehmen Verantwortung für unser Miteinander.
  • Ankommen und Einstimmen
  • Jede Sitzung beginnt mit einer gemeinsamen Begrüßung.
  • Wir nehmen wahr, wie es uns heute geht und kommen als Gruppe zusammen.
  • Gefühlsbarometer: Mit dem Daumen zeigen die Kinder:
  • 👍 Mir geht es gut.
  • ➖ Ich bin heute irgendwo dazwischen.
  • 👎 Heute fällt mir etwas schwer.
  • So entsteht Raum für das, was die Kinder gerade beschäftigt.
  • Verantwortung übernehmen
  • Damit unsere Treffen gut gelingen, übernehmen die Kinder verschiedene Aufgaben.
  • Die Rollen werden für ein halbes Jahr vergeben und anschließend gemeinsam reflektiert und neu gewählt.
  • Sitzungsleitung/ Moderation
    führt durch die Sitzung, sorgt für Beteiligung und behält den Überblick.
  • Zeitwächter*in
    achtet darauf, dass die einzelnen Phasen genügend Raum bekommen.
  • Protokollant*in
    hält Gedanken, Entscheidungen und Vereinbarungen fest.
  • Fairness-Wächter*in
    achtet auf einen wertschätzenden Umgang und erinnert an unsere Gesprächsregeln.
  • Was beschäftigt uns?
  • Die Kinder bringen Themen aus ihren Klassen mit.
  • Dabei kann es um Fragen, Wünsche, Sorgen, Ideen oder Herausforderungen aus dem Schulalltag gehen.
    Zum Beispiel:
    Was läuft gerade gut?
    Wo erleben Kinder Schwierigkeiten?
    Welche Ideen haben wir für unsere Schule?
    Was wünschen wir uns für unser Zusammenleben?
  • Gemeinsam sammeln wir die Anliegen und schauen, welche Themen besonders wichtig sind.
  • Gemeinsam Schwerpunkte setzen
  • Nicht alles kann gleichzeitig bearbeitet werden.
    Deshalb entscheiden die Kinder gemeinsam, welchem Thema sie heute ihre Aufmerksamkeit schenken möchten.
    So lernen sie, Prioritäten zu setzen und demokratische Entscheidungen zu treffen.
  • Vom Anliegen zur Lösung
    Der Luziarat arbeitet lösungsorientiert. Schritt für Schritt wird aus einer Frage oder Herausforderung ein gemeinsamer Handlungsplan.
  • 1. Verstehen
    Worum geht es genau?
    Wir versuchen, das Anliegen möglichst klar zu beschreiben.
    2. Perspektiven wahrnehmen
    Wer ist betroffen?
    Wir hören verschiedene Sichtweisen und Erfahrungen.
    3. Ideen entwickeln
    Welche Möglichkeiten gibt es?
    Alle Vorschläge sind willkommen und dürfen zunächst gesammelt werden.
    4. Gemeinsam prüfen
    Welche Ideen sind fair, hilfreich und umsetzbar?
    Wir überlegen, welche Lösung für möglichst viele Kinder passend ist.
    5. Entscheiden
    Wir treffen eine gemeinsame Entscheidung – durch Abstimmung oder Konsens.
  • Vereinbarungen sichtbar machen
  • Damit aus Ideen Wirklichkeit werden kann, halten wir unsere Ergebnisse fest.
  • Dabei notieren wir:
    unser Thema, unsere Entscheidung, die nächsten Schritte,
    Verantwortlichkeiten, Termine, Informationen für Lehrkräfte oder Schulleitung.
    So bleiben unsere Vorhaben verbindlich und nachvollziehbar.
  • Rückblick und Ausblick
  • Am Ende jeder Sitzung schauen wir gemeinsam zurück:
    Was ist heute gut gelungen?
    Worauf sind wir stolz?
    Was möchten wir beim nächsten Mal anders machen?
    Was nehmen wir mit in unsere Klassen?
  • Reflexion hilft uns, gemeinsam zu wachsen.
  • Abschluss
  • Zum Abschluss darf jedes Kind noch einmal zu Wort kommen:
    „Mit welchem Gefühl gehe ich heute aus der Sitzung?“
    oder
    „Was möchte ich meiner Klasse weitergeben?“
  • So endet jede Sitzung mit einem bewussten Blick auf das, was entstanden ist.
  • Vom Beschluss zur Umsetzung
  • Die Arbeit des Luziarats endet nicht mit der Sitzung. Die besprochenen Themen, Ideen und Entscheidungen werden weitergegeben und nach Möglichkeit umgesetzt.
  • Manche Anliegen werden zunächst im Kollegium besprochen, bevor sie wieder in die Klassen zurückgetragen werden. So können beispielsweise wichtige Bus- oder Schulregeln gemeinsam in Erinnerung gerufen oder Wünsche der Kinder aufgegriffen werden.
  • Andere Anfragen gehen an die Schulleitung. Gemeinsam mit weiteren Beteiligten werden dann Möglichkeiten geprüft, Projekte und Veränderungen für den Schulalltag umzusetzen – zum Beispiel neue Spiel- und Bewegungsangebote auf dem Schulhof oder die Gestaltung neuer Bereiche.
  • So erleben die Kinder, dass ihre Ideen gehört werden und zur Weiterentwicklung des Schullebens beitragen können.
  • Nach jeder Sitzung schreibt Frau Lux einen Brief an die Klassen. Darin werden die wichtigsten Themen, Ideen und Entscheidungen des Luziarats festgehalten:
    Der Brief unterstützt die Kinder dabei, im nächsten Klassenrat von der Sitzung zu berichten, und dient als hilfreiche Erinnerungsstütze. So bleiben alle Klassen über die Arbeit des Luziarats informiert und können die gemeinsamen Anliegen weitertragen
  • Unser Leitgedanke
  • Im Luziarat erleben Kinder Demokratie nicht nur als Thema, sondern als gelebte Erfahrung. Sie lernen zuzuhören, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen mitzugestalten und gemeinsam Lösungen für das Schulleben zu finden. Jede Stimme zählt – und jede Stimme kann und wird etwas bewegen.