Rahmensetzungen !#GL
Eckpunktepapier zur Weiterentwicklung der Gymnasialen Oberstufe
  • Vorbemerkung:
    Die Eckpunkte zur Weiterentwicklung der GOSt sind mittelbar relevant für alle Schulformen. Sie stellen einen Startpunkt für eine systematische Weiterentwicklung der Aufgaben- und Prüfungskultur dar, die beim Abitur ansetzt und sich auf alle anderen Schulstufen und Bildungsgänge ausweiten wird.
  • Im Kern geht es um verändertes Lernen im Kontext des digitalen Wandels und eine stärkeren Akzentuierung der 21st century skills (4K), was veränderte Prüfungsformate und Beurteilungsformen zur Folge hat. Stichworte des didaktischen Diskurses in diesem Zusammenhang sind etwa
    • projektorientiertes Lernen,
    • Prozessorientierung,
    • kollaborativ gestaltetes Lernen und Leisten oder
    • formatives Feedback.
  • Die Zukunfstkompetenzen der 4K sind expliziter Teil des Konzeptes, ebenso Künstliche Intelligenz als Gegenstand und Mittel des Lernens und Arbeitens, auch in prüfungsrelevanten Settings.
  • Das Leitgedanken des Papiers werden in einem fortlaufenden Prozess aktualisiert, der von einer gleichnamigen Homepage begleitet wird.
  • Erste Rahmensetzungen:
    Für die gymnasiale Oberstufe und die Abiturprüfungen gelten ab 2027 (dem Eintritt der erstmals betroffenen Jahrgänge in die Einführungsphase der Oberstufe) die neue Ausbildungs- und Prüfungsordnung und daran geknüpfte Kernlehrpläne der Fächer. Die Zielsetzungen des Eckpunktepapiers wurden unter anderem konkretisiert durch
    • eine Akzentuierung des projektorientierten und kollaborativen Lernens (u.a. im Rahmen der sog. Projektkurse),
    • eine Ausrichtung dieser Lernprozesse auf den Erwerb und die Erprobung der Zukunftskompetenzen (4K),
    • den ausdrücklichen Einbezug von Künstlicher Intelligenz in lernförderlichen Kontexten sowie
    • die Schaffung eines fünften Abiturfaches, das als sog. Präsentationsprüfung den drei erstgenannten Gestaltungsmerkmalen auch im Rahmen einer Leistungserbringung Rechnung trägt.
  • Relevanz für alle Schulformen:
    Da veränderte Lern- und Leistungssituationen in der Primar- und Sekundarstufe angebahnt werden, haben diese Setzungen bereits jetzt mittelbare Relevanz für alle Schulformen. Eine diesbezügliche Überarbeitung schulformspezifischer Ausbildungs- und Prüfungsordnungen sowie leitender Curricula ist wahrscheinlich.

  • Quellen & Links: