Warum selbst - trotz KI? | Zum Umgang mit einer herausfordernden Frage unter Bedingungen generativer KI

Impulse der Medienberatenden der Bezirksregierung Arnsberg Sonja Senftleben

Medienberatende BezReg Arnsberg

Medienberatende BRA

  • Medienberatende sind Lehrkräfte, die für diese Aufgabe besonders qualifiziert werden.
  • Sie verfügen neben ihrer eigenen Unterrichts- und Bildungspraxis über eine landesweit einheitliche Qualifizierung für die Beratung und prozessbegleitende Unterstützung zum Lehren und Lernen in der digitalen Welt.
  • Im Regierungsbezirk Arnsberg begleiten Medienberatende didaktische Transformationsprozesse und unterstützen bei pädagogisch-didaktischen Fragen einer zeitgemäßen Bildung in der digitalen Welt.
  • Dabei geht es unter anderem um
    • lernförderlichen Einsatz digitaler Medien und Technologien
    • Unterrichts- und Schulentwicklung
    • Medienkompetenz
    • Gestaltung zeitgemäßer Lehr- und Lernprozesse
    • verantwortungsvolle und rechtssichere Nutzung digitaler Medien
    • aktuelle Entwicklungen wie generative KI
  • Medienberatung verbindet damit pädagogische Praxis, fachliche Expertise und Beratungskompetenz.
  • Medienberatung der Bezirksregierung Arnsberg
  • Qualifizierung von Medienberatenden in NRW

Impulssammlung für Lehrkräfte

Warum selbst - trotz KI? (Schülerversion)

Worum es in dieser Impulssammlung geht

So ist die Impulssammlung aufgebaut

Fünf Elemente lernzielbezogener Selbstregulation

Querschnitt: Produktive Anstrengung

Didaktische Umsetzung: KI-freie Lernräume gestalten

Grundlagen

1. Motivation und Relevanz

Ich möchte etwas lernen, wenn mir dieses Können persönlich wichtig ist oder mir bei eigenen Zielen hilft.

1.1 Motivation: Erwartung, Wert und Kosten

1.2 Persönliche Relevanz herstellen

1. Tool: Warum lernen wir das?

1. U: Was bringt mir das?

1. M: Warum überhaupt lernen?

2. Kognitive Aktivität und Verarbeitungstiefe

Wenn ich etwas lernen will, muss ich die dafür wichtigen Denkhandlungen auch selbst vollziehen.

2.1 Denkarbeit gehört zum Lernen

2.2 Cognitive Offloading: Wenn KI Denkarbeit übernimmt

2. U: Was habe ich selbst geleistet?

2. M: Erst selbst, dann KI?

3. Selbstwirksamkeit

Ich erlebe, was ich kann, wenn ich Aufgaben selbst löse.

3.1 Erfolgszuschreibung und Selbstwirksamkeit

3.2 KI-Unterstützung als Scaffolding

3. Tool: Didaktische Assistenzen

3. Tool: Growth-Feedback Coach

3. V: Lernförderliches KI-Feedback

3. U: Was kann ich jetzt selbst?

4. Skill-Skipping und De-Skilling

Ich kann mein Können nur durch Übung und Anwendung erhalten und erweitern.

4.1 Skill-Skipping

4.2 De-Skilling

4. V: Skill-Skipping

4. U: Was will ich selbst können?

4. M1: Bessere Hausaufgaben, schwächere Prüfungen

4. M2: Welche Fähigkeiten müssen wir behalten?

5. KI-Fehler und kalibrierte Skepsis

Ich brauche eigenes Wissen und Können, um KI-Ergebnisse beurteilen und sinnvoll nutzen zu können.

5.1 Plausibilität reicht nicht

5.2 Kalibrierte Skepsis

5. U: Warum muss ich KI-Ergebnisse prüfen?

5. M: Wenn KI falsche Quellen übernimmt

Ziel: KI-Nutzung begründet entscheiden

Z: Handlungsoptionen im Umgang mit KI

Z/U: Mein KI-Kompass

Z/M1: Hilft mir KI bei den Hausaufgaben wirklich beim Lernen? (Sek I)

Z/M2: Wie verändert mein Prompt die eigene Denkarbeit?

Intern: Hinweis für Medienberatende

Einsatz der Sammlung

  • Hinweise für Medienberatende
  • Diese Karte ist für die interne Nutzung in Beratungen gedacht.
  • Die Sammlung ist modular aufgebaut. Sie muss weder vollständig noch in einer festen Reihenfolge eingesetzt werden.
  • Ausgangspunkt sollte eine konkrete Unterrichtssituation oder Lernaufgabe sein – nicht die Frage „KI erlauben oder verbieten?“.
  • Ein möglicher Beratungsweg
  • 1. Lernziel klären
  • Wählen Sie eine konkrete Aufgabe.
    • Was sollen die Schülerinnen und Schüler dabei lernen, üben oder zeigen?
    • Welche Tätigkeit ist für diesen Kompetenzaufbau zentral?

  • 2. Rolle der KI bestimmen
  • Prüfen Sie:
    • Was sollte bei den Lernenden bleiben?
    • Wobei kann KI sinnvoll unterstützen?
    • Was kann begründet an KI delegiert werden?
  • Die drei Handlungsoptionen der Sammlung können dabei als Orientierung dienen:
  • Selbst – Mit KI – An KI delegieren

  • 3. Lernendenperspektive einbeziehen
  • Überlegen Sie, wie Schülerinnen und Schüler selbst erfahren und reflektieren können,
    • was sie durch eigenes Bearbeiten lernen
    • wann KI sie unterstützt
    • wann KI eine für das Lernziel wichtige Tätigkeit übernimmt
    • wie sie ihre KI-Nutzung entsprechend verändern können
  • Nutzen Sie dafür passende U- oder M-Karten der Sammlung.

  • 4. Lernraum prüfen
  • Wenn eine zentrale Lernhandlung zunächst selbst vollzogen werden soll, kann zeitweise ein beaufsichtigter oder bewusst KI-freier Lernraum sinnvoll sein.
  • Für nicht beaufsichtigte Lernphasen sollte der Lernerfolg dagegen möglichst nicht davon abhängen, dass ein KI-Verzicht kontrolliert werden kann.

  • Ziel der Beratung ist eine lernzielbezogene und begründbare Entscheidung für die jeweilige Unterrichtssituation.