Schutzkonzept der Longenburgschule

Jasmin Voiges

Inhaltsübersicht

    • Rechtliche Grundlage
    • Schutzkonzept der Longenburgschule
    • Selbstverpflichtungserklärung
    • Beschwerdekonzept
  • 3. Intervention - Was tun bei einem Verdacht?
    • Ablaufschema bei Kindeswohlgefährdung
    • Team Kinderschutz
  • 4. Prävention an der Longenburgschule
    • Kindersprechstunden
    • Streitschlichtung
    • Kinderrechte
    • Stopp-Regel
    • Sexualerziehung
    • Prävention im Sport- und Schwimmunterricht
    • Theaterpädagogische Projekte
  • 5. Kooperationspartner 🤝
    • Familien - und Erziehungsberatungsstelle (FEB)
    • Beratungsstellen bei sexualisierter Gewalt
    • Schulpsychologischer Dienst Rhein-Sieg-Kreis
    • Befragung
    • Auswertung der Befragung
    • Was ist los mit Jaron?
    • Landesfachstelle Prävention NRW
    • ISA Münster
1

Was ist ein Schutzkonzept? 🛡️

  • Ein Schutzkonzept ist ein systematisch ausgearbeitetes Maßnahmenpaket, mit dem Ziel Kinder vor Gefahren wie Gewalt, Missbrauch und Diskriminierung zu schützen und ihnen eine sichere Umgebung zu bieten. Es umfasst unter anderem:
    • Präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Gefahren
    • Klare Verfahrenswege im Krisenfall
    • Sensibilisierung der Mitarbeitenden
    • Beteiligung von Schülern, Eltern und Lehrkräften
    • Fortlaufende Evaluation und Anpassung
  • Das Schutzkonzept wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt, um einen optimalen Schutz für alle am Schulleben Beteiligten sicherzustellen.
  • ⚙ a1

Rechtliche Grundlage

2

Das Schutzkonzept der Longenburgschule 🎓

  • Das Schutzkonzept der Longenburgschule enthält umfassende präventive und interventive Maßnahmen, die die Sicherheit und das Wohlergehen der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellt. Zentrale Elemente sind:
    • Konkrete Verfahrensweisen bei Verdachtsmomenten und akuten Fällen
    • Vertrauenspersonen und Anlaufstellen im Schulalltag
    • Regelmäßige Informationsveranstaltungen für Schüler, Lehrkräfte und Eltern
    • Präventionsmaßnahmen wie Workshops zu Themen wie Umgang mit Streit, Internet-Sicherheit oder Gewaltprävention
    • Klare Kommunikationswege und Dokumentation von Verdachts- und Vorfällen
  • Das Schutzkonzept ist Teil des Schulprogramms und für alle Beteiligten zugänglich. Es wird durch Feedback aus der Schulgemeinschaft fortlaufend verbessert.
  • ⚙ a2

Schutzkonzept der Longenburgschule

Selbstverpflichtungserklärung

Beschwerdekonzept

3

Intervention - Was tun bei einem Verdacht?

  • Bei einem Verdacht der Kindeswohlgefährung wird wie folgt vorgegangen:
  • 1. Ruhe bewahren, nicht voreilig handeln
    2. Nicht alleine handeln
    Unterstützung durch das Team Kinderschutz zur gemeinsamen Einschätzung und Planung des weiteren Vorgehens.
    3. Dokumentation
    Auf Objektivität, wörtliche Aussagen, Wertfreiheit und Ausführlichkeit achten
    4. Handlungsbedarf prüfen
    5. Fachliche Beratung einholen
    6. Verlauf dokumentieren
    Jede Beobachtung, Aussage oder Handlung festhalten – sachlich, vollständig und objektiv.
    6. Eigene Grenzen respektieren

Team Kinderschutz

  • Das Team Kinderschutz ist für Fragen zum Kinderschutz der Ansprechpartner in der Longenburgschule.
    • zuständig für für das Kollegium von Schule und OGS
    • Dem Team gehören an: die Schulleitung, die SozialpädagogIn, sowie in beratender Funktion die SchulsozialarbeiterIn.
    • Für Kinderschutzfragen, bei denen das Team der OGS involviert ist, wird ebenfalls die Leitung der OGS einbezogen.
  • Das Team Kinderschutz übernimmt eine begleitende, beratende Aufgabe im Schutzprozess, gemäß dem Interventionsleitfaden.
  • Regelmäßige Fortbildungen zum Thema Gewalt, Mobbing und sexualisierte Gewalt bei anerkannten Fachträgern gewährleisten die fachliche Eignung der beteiligten Personen.
  • Bei Abwesenheit oder im Vertretungsfall ist klar geregelt, wer Ansprechpartner in Kinderschutzfragen für die Kollegien von Schule und OGS ist.
4

Prävention an der Longenburgschule

  • Kindersprechstunden
  • Die Schülerinnen und Schüler haben Zugang zu niedrigschwelligen, vertraulichen Anlaufstellen. In drei verschiedenen, jeweils wöchentlichen Kindersprechstunden erhalten Kinder die Möglichkeit sich Menschen in der Schule und OGS anzuvertrauen.
  • 1. Die Leitung der OGS „Burghelden“ bietet den Kindern eine Kindersprechstunde an.
  • 2. Die Kindersprechstunde der SchulsozialarbeiterIn erfolgt am Vormittag.
  • 3. Die Vertrauenslehrerin bietet eine Sprechstunde für die Kinder an.

Streitschlichtung

  • Katz & Maus-Briefkasten: Offen zugänglich für Kinder und Eltern. Möglichkeit zur anonymen Kontaktaufnahme bei Konflikten, Grenzverletzungen oder Sorgen.
  • Streitschlichtung: Kinder klären Konflikte im geschützten Rahmen, begleitet durch mediative Verfahren. Vier bis fünf Mal pro Woche besteht dazu die Möglichkeit. Das Streitschlichtungsprogramm basiert auf dem Bensberger-Mediations-Modell (BMM).
  • Ausbildung zur StreitschlichterIn: Die Kinder des dritten Schuljahres erhalten eine Ausbildung zur StreitschlichterIn im Klassenverband.
  • Einsatz der Schüler-Streitschlichter: Die Kinder des vierten Schuljahres setzen sich in der Pause aktiv für die Streitschlichtung ein, erkennbar an den blauen Westen und helfen den Kindern nach dem BMM Streit zu schlichten. Die Kinder erleben sich als aktiven Teil der Schulgemeinschaft und tragen wesentlich zum Frieden und damit zur Prävention von Gewalt bei.

Kinderrechte

  • Die Kinder der Longenburgschule lernen so früh wie möglich ihre Rechte kennen, da diesen eine besondere Bedeutung in Bezug auf das Schutzkonzept zukommt.
    Daher werden an der Longenburgschule die Kinderrechte altersgerecht vermittelt und regelmäßig besprochen.
    • Thematisierung im Projektunterricht (Klasse 1/2)
    • Weiterführedne Kinderrechte mit Bezug zu den Grundrechten (Klasse 3/4)
    • Aushänge in der Schule
  •  

STOPP- Regel

  • Ziele der STOPP-Regel:
    • Stärkung des Selbstbewusstseins, Selbstwertgefühls und der Selbstwirksamkeit
    • Verantwortung für die eigene Konfliktlösung übernehmen
    • eigene Grenzen wahrnehmen und diese verbalisieren
    • „Kleine“ Konflikte selbstständig und gewaltfrei lösen
  • Wird das Stopp missachtet, holen die Kinder Hilfe bei den Lehrkräften. So erfahren sie, dass ihre Grenzen ernst genommen werden und sie Unterstützung erhalten, wenn Grenzverletzungen auftreten.

Sexualerziehung

  • Sexualerziehung ist ein wichtiger Bestandteil der Prävention. Die Kinder erwerben altersgerechtes Wissen über ihren Körper, Gefühle, Beziehungen und Sexualität. Ziel ist es, die Sprachfähigkeit zu fördern, um sich in sensiblen Situationen auszudrücken und Hilfe holen zu können.

Prävention im Sport - und Schwimmunterricht

  • Besondere Aufmerksamkeit erfordern Situationen in der Schule, die eine professionellen Umgang mit Nähe und Distanz zwischen Kindern und Erwachsenen erfordern. Dazu gehören u.a. der Sport- und Schwimmunterricht.

Theaterpädagogische Projekte

5

Kooperationspartner 🤝

  • Zahlreiche Kooperationspartner unterstützen die Longenburgschule in der Umsetzung des Schutzkonzepts.
  • In direkten Fragen des Kinderschutzes erfolgt eine Beratung durch kompetente, externe Fachberatungsstellen aus dem Rhein-Sieg-Kreis und Bonn. Die Kooperationspartner sind ein integraler Bestandteil des Schutzkonzeptes im Bereich Intervention. Dazu gehören:
    • Jugendamt der Stadt Königswinter: Beratung und Unterstützung bei Verdachtsfällen
    • Netzwerkstelle Kinderschutz der Stadt Königswinter: konzeptionelle Weiterentwicklung in einem gemeinsamen Netzwerk mit Vertretern aus Schulen, Verwaltung, Vereinen, usw.
    • spezialisierte Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewlt
    • Schulpsychochologische Beratungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises: Beratung für Eltern und das Kollegium der Longenburgschule
    • Kinderschutzbund: Aufklärungsarbeit und Hilfe bei Kindeswohlgefährdung
    • Soziale Einrichtungen: Unterstützung betroffener Familien
    • Medizinische und psychologische Fachkräfte: Begleitung und Betreuung
    • Polizei: Präventive Maßnahmen und Krisenintervention
  • Durch die Zusammenarbeit mit den Partnern werden Ressourcen gebündelt und die Handlungsmöglichkeiten der Schule erweitert.
  • ⚙ a3

FEB Königswinter - INSOFA Königswinter

  • Die Familien- und Erziehungsberatungsstelle (FEB) der Städte Königswinter und Bad Honnef bieten eine anonyme Fachberatung (INSOFA) für das Kollegium der Longenburgschule.
  • Darüber hinaus sind sie ein wertvoller Kooperationspartner in der Zusammenarbeit mit Eltern und in der fachlichen Zusammenarbeit.

Beratungsstellen bei sexueller Gewalt

Schulpsychologische Beratungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises

6

Befragung 2025 📊

  • Im Jahr 2025 führte die Longenburgschule eine umfassende Befragung zum Schutzkonzept durch. Ziel dieser Befragung ist es, Bedürfnisse und Erfahrungen von Schülerinnen und Schülern zu analysieren und das Schutzkonzept weiter zu optimieren.
  • Ablauf der Befragung:
    • Anonyme Umfragen für verschiedene Gruppen
    • Auswertung der Ergebnisse durch das Schulteam
    • Besprechung der Ergebnisse auf Klassenebene
  • Erwartete Vorteile:
    • Verbesserung der Präventionsmaßnahmen
    • Identifikation von Schwachstellen
    • Stärkere Einbindung aller Beteiligten
  • Die Ergebnisse werden in das Schutzkonzept integriert und transparent kommuniziert.
  • ⚙ a4
7

Fortbildungen für Mitarbeitende 🧑🏫

  • Regelmäßige Fortbildungen sind ein wichtiger Baustein des Schutzkonzepts an der Longenburgschule. Sie dienen dazu, das Wissen der Mitarbeitenden zu erweitern und neue Handlungskompetenzen zu vermitteln. Themenschwerpunkte sind:
    • Erkennen und Handeln bei Verdachtsfällen
    • Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern sowie Eltern
    • Rechtliche Grundlagen und Dokumentationspflichten
    • Umgang mit Trauma und Krisensituationen
  • Die Fortbildungen werden von externen Experten und Kooperationspartnern durchgeführt. Die Teilnahme ist verpflichtend und erfolgt jährlich. Dadurch bleibt das Team stets auf dem neuesten Stand und kann im Ernstfall kompetent agieren.
  • ⚙ a6

Was ist los mit Jaron

Fortbildungsangebote für Fachpersonal

  • Landesfachstelle Prävention Sexualisierte Gewalt Nordrhein-Westfalen

ISA Münster

8

Wichtige Literatur 📚

  • Verschiedene Fachbücher und Veröffentlichungen bilden die Grundlage für das Schutzkonzept der Longenburgschule. Zu den wichtigsten Werken zählen:
    • Schutz vor sexualisierter Gewalt in der Schule von Kerstin Eickelmann
    • Handbuch Kinderschutz in Institutionen (Hrsg. Schröder)
    • Praxisbuch Prävention und Intervention von Christian Fischer
  • Diese Literatur gibt praxisorientierte Hilfestellungen und bietet wissenschaftliche Erkenntnisse zu Prävention, Intervention und Nachsorge bei Gefährdungssituationen.
  • TitelAutorInhaltsschwerpunkt
    Schutz vor sexualisierter GewaltKerstin EickelmannPrävention und Intervention
    Handbuch KinderschutzSchröder (Hrsg.)Institutioneller Kinderschutz
    Praxisbuch PräventionChristian FischerPraktische Ansätze
  • Eine ständige Aktualisierung der Literatur sorgt für die Berücksichtigung neuer Entwicklungen.
  • ⚙ a5

Achtsame Schule

KMK Kinderschutz in der schule

Sexuelle Gewalt- Leitfaden

Initiative Schule gegen sexuelle Gewalt